Radschnellweg Frankfurt am Main – Maintal – Hanau
Der Radschnellweg – leicht verständlich
Das bringt der Radschnellweg
Der Radschnellweg bringt viele gute Dinge:
- Breite Wege: Man kann sicher überholen.
- Der Weg ist gut gemacht und hat wenige Unterbrechungen.
- Der Radschnellweg FRM7 soll vor allem Pendlerinnen und Pendler anlocken. Die Idee ist, dass mehr Leute umweltfreundlich mit dem Fahrrad fahren.
- Der Weg ist ungefähr 17 Kilometer lang und verbindet die Städte Frankfurt am Main, Maintal und Hanau miteinander.
Eine Gruppe von verschiedenen Stellen, wie zum Beispiel der Regionalverband und die drei Städte, hat im Februar 2016 beschlossen, eine Studie zu machen. Die Studie sollte zeigen, ob der Radschnellweg möglich ist. Sie wurde im September 2019 veröffentlicht. Danach hat der Regionalverband die Aufgabe bekommen, den Radschnellweg umzusetzen.
Einige Leute hatten Bedenken gegen die geplante Strecke. Deshalb wird jetzt in Teilen von Frankfurt die Route nochmal angeschaut. Im Sommer 2023 wurde deshalb eine neue Untersuchung gestartet. Gleichzeitig wird der östliche Teil bei Hanau und Maintal schon vorbereitet. Auf dieser Website gibt es Informationen über das Projekt vom Regionalverband FrankfurtRheinMain und den Städten Frankfurt am Main, Maintal und Hanau.
In Frankfurt lief im Februar und März eine Untersuchung für den Teil des Radschnellwegs. Alle Bürgerinnen und Bürger konnten vom 19. Februar 2024 bis zum 31. März 2024 Vorschläge machen.
Die geplante Route
Die Route für den Radschnellweg wurde nach vielen Überlegungen und Gesprächen mit den Städten ausgesucht. Sie verläuft in Frankfurt nördlich der Bahngleise, geht am Ostpark vorbei und trifft auf die Hanauer Landstraße. Dann geht es weiter entlang des Mains bis zur Stadtgrenze nach Maintal. Dort führt sie durch die Grüne Mitte Maintal. In Maintal läuft sie neben der Braubachstraße, erreicht den Bahnhof Maintal-Ost und soll weiter östlich neben den Bahngleisen verlaufen. Dann führt sie entlang der L3209 Richtung Süden und kommt zum Bürgerpark Hanau. In Hanau geht es auf der Frankfurter Landstraße zur Otto-Hahn-Schule und dann zur Kinzigaue. Dort wird eine neue Brücke gebaut, damit der Weg die Innenstadt von Hanau erreichen kann.
Die Route ist gut angebunden an die Züge. Es gibt Haltepunkte wie Frankfurt-Ost, Frankfurt-Fechenheim (in Zukunft), Maintal-West und -Ost sowie Hanau-West. Auch ist in der Zukunft eine Anbindung an den Hauptbahnhof Hanau geplant (nicht Teil dieser Planung).
Der Weg ist ungefähr 17 Kilometer lang und man kann ihn in ungefähr 50 Minuten befahren. Entlang des Weges leben etwa 110.000 Menschen und 9.600 Schülerinnen und Schüler gehen zur Schule. Es könnten über 2.000 Leute pro Tag den Radschnellweg nutzen.
Streckenführung A: Eher an großen Straßen auf Radwegen, getrennt von Autos
Streckenführung B: Eher in ruhigen Wohnstraßen, dafür zusammen mit Autos
Bereits beschlossene Strecke (außerhalb von Frankfurt)
Gesperrt aus Gründen des Natur- oder Denkmalschutzes
Häufig gestellte Fragen
Ein klares Nein: Bislang befindet sich der FRM7 noch in der sogenannten Vorplanungsphase, in der die Routenführung noch nicht abschließend festgelegt ist.
Im Rahmen der durchgeführten Machbarkeitsstudie wurden das jeweils mögliche Radverkehrsaufkommen prognostiziert, Trassenvarianten untersucht und – in enger Abstimmung mit den beteiligten Kommunen – eine sogenannte Vorzugsvariante definiert. In die Bewertung der Trassenführung flossen unterschiedliche Kriterien ein. Neben infrastrukturellen Gesichtspunkten wurden auch ökologische Aspekte und das dortige Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt.
Wichtig dabei ist, dass die daraus abgeleitete Vorzugstrasse nur eine Empfehlung des Planungsbüros darstellt. Die tatsächliche Route wird im Rahmen der Vorplanung mit allen Beteiligten konkretisiert und auch teilweise abgeändert. Die auf dieser Website vorgestellte Linienführung des FRM7 ist aus Sicht der beteiligten Verkehrsplanerinnen und -planer die bestmögliche, kann aber – beispielsweise nach entsprechenden Rückmeldungen der Träger öffentlicher Belange oder der Bürgerinnen und Bürger – noch abgeändert werden.
Aktuell werden für die Gemarkung Frankfurt erneut verschiedene Varianten geprüft, da es Vorbehalte gegen die ermittelte Vorzugstrasse gab. Die Varianten werden in einer standardisierten Bewertung gegenübergestellt. Mit Hilfe dieser Bewertung ergibt sich anschließend eine alternative Vorzugstrasse. Dazu hat im Februar und März eine informelle Online-Beteiligung stattgefunden (Siehe auch Frage: Wer wird in die Planung mit eingebunden?). Die dort eingebrachten Einwände, Anregungen und Hinweise fließen in die Trassenfindung ein.
Nach Abschluss der Beteiligungs- und Planungsphase wird dann die Streckenführung durch Beschluss der politischen Entscheidungsträger festgelegt.
Radschnellwege sehen nicht immer gleich aus, sondern können verschiedene Führungsformen aufweisen. Dabei kann grundsätzlich zwischen Radwegen an Hauptstraßen und Radwegen an Nebenstraßen unterschieden werden. Radschnellwege auf Hauptstraßen sind aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens in der Regel vom Autoverkehr getrennt und können beispielsweise Radwege im Einrichtungs- oder Zweirichtungsverkehr (mit einem gemeinsamen oder separaten Gehweg), (geschützte) Radfahrstreifen (mit oder ohne zugelassenen Linienbusverkehr) oder Schutzstreifen sein. Eine typische Führungsform in Nebenstraßen sind Fahrradstraßen. Als dritte Radweg-Kategorie gibt es sogenannte selbständige Radwege, die nicht entlang einer Straße, sondern beispielsweise innerhalb von Grünanlagen, Wohngebieten oder entlang von Gewässern verlaufen.
In Abhängigkeit von der gewählten Führungsform ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die Ausgestaltung der Radverkehrsanlage. In den Qualitätsstandards und Musterlösungen für das Radnetz Hessen werden für unterschiedliche Führungsformen verbindliche Standards festgelegt.
Unabhängig von der Führungsform zeichnen einen Radschnellwege jedoch grundsätzlich folgende Eigenschaften aus:
- Gesamtstrecke mindestens zehn Kilometer
- Potenzial von mindestens 2.000 Fahrradfahrten täglich
- Breite mindestens zwischen drei Metern (Richtungsverkehr) und vier Metern (Zweirichtungsverkehr)
- In der Regel von anderen Verkehrsmitteln getrennt
- Routen möglichst kreuzungsfrei oder mit minimalen Wartezeiten an Kreuzungen
- Hohe Oberflächenqualität und eine möglichst geringe Steigung
- Bedarfsgerechte Beleuchtung
Zunächst: Obwohl es RadSCHNELLweg heißt, bedeutet das nicht, dass hier Schnelligkeit über allem steht. Wichtigstes Ziel ist und bleibt die Verbesserung der Sicherheit für den Radverkehr, aber auch aller anderen Verkehrsteilnehmenden. Dass man auf Radschnellwegen „schnell“ vorankommt, liegt nicht unbedingt an einer erhöhten Fahrgeschwindigkeit, sondern eher daran, dass Radschnellwege breit genug angelegt sind, damit dort ein sicheres Überholen möglich ist und dass sie keine Umwege und wenige Kreuzungen aufweisen, die zum Bremsen zwingen. Dadurch und auch durch die geringen Steigungen und die gute Belagsqualität kann eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht und die Fahrtzeit so insgesamt verkürzt werden.
Angelegt werden sollen die Radschnellwege so, dass eine sichere Befahrbarkeit auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten (30 km/h bei freier Trassierung) möglich ist. Unter Berücksichtigung von Zeitverlusten an Knotenpunkten soll eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von mindestens 20 km/h ermöglicht werden.